Forschung

Ausgangspunkt unserer Forschungen ist die Frage: 
Wie ist ein lebendiger, individueller und authentischer Ausdruck mit Körper und Stimme möglich und wie begegnen wir uns darin?

 

Dabei begleiten uns Intuition und Expression.

In der Intuition vertiefen wir unser Körperbewusstsein und verfeinern unsere Wahrnehmung für verschiedene Energiequalitäten unseres Körpers.

In der Expression erkennen wir uns selbst und erfahren die Kraft von Raum und Gestalt. 

 

Ein damit einhergehender Aspekt ist die Forschung an der Beziehung, ich mit mir, zur Umwelt, zum Gegenüber.

Ein Prozess, welcher den eigenen Standpunkt stärkt und hilft über uns selbst hinauszuwachsen. 

Intuition

Wir kreieren einen Raum, in dem wir üben uns ganz auf die Intuition einzulassen, uns ganz der unmittelbaren Anschauung zu widmen .

(Mittellateinisch intuitiv = unmittelbare Anschauung). 

 

Wenn wir innehalten, uns auf das Spüren von körperlichen Empfindungen einlassen und beim Atmen verweilen, kommen wir mit dem Gegenwärtigen in uns in Kontakt, ein sprachloses Gefühl von Behagen oder Unbehagen.

 

Erlauben wir dem, was wir vorfinden, zu sein und nehmen seine Qualität in unserer Bewegung und Stimme auf, zeigt sich die Intuition in einem dem Körper eigenen Ausdruck. 

 

So auf die Intuition zu hören eröffnet uns noch mehr zu erfahren, als man mit Begriffen beschreiben kann, denn diese feine Wahrnehmung schließt an das Sprachlose in uns an. 

 

Es ist ein Moment, in dem wir schon ein Empfinden haben, obwohl es dafür noch keine Begriffe gibt. Es ist ein inneres Erleben. 

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Expression

Wenn wir mit unserer Intuition, unserem inneren Erleben verbunden sind, können wir in unserem Ausdruck aus diesem Potenzial unbegrenzt schöpfen. 

 

Wir gebärden uns selbst, formulieren das Eigene, machen bewusst unsere Haltung sichtbar, bringen das Innere in den Ausdruck und gestalten es zu einer verkörperten Form. 

 

Im Formungsprozess entsteht eine künstlerische Sprache der verschiedenen Energiequalitäten unseres Körpers: Aus Beziehungen, wahrhaftiger Vertiefung, intensiver Auswertung und Steigerung tatsächlich vorhandener Kräfte.

 

Wie ein Komponist, der im Stillen eine Musik hört und diese in seiner Komposition für alle erlebbar macht, bringen wir in Bewegung und Stimme das Intuitive, Begrifflose und innere Erleben in Performance für alle zum Ausdruck. 

 

Vielleicht liegt hier die stille Verbundenheit, nach der wir Menschen uns so häufig sehnen, wenn wir die Sprachlosigkeit in uns, durch sprachlosen Ausdruck aufzeigen und zu Gehör bringen. 

 

Unser Ausdruck wird zur Transformation des inneren Erlebens.

Beziehung

Die Beziehung zueinander beginnt in der Beziehung zu uns selbst. 

 

In Bewegung ist dies leicht zu erleben, habe wir keinen stabilen Standpunkt, fällt in der Begegnung gegebenenfalls jemand in uns hinein oder wir fallen heraus.

 

Sind wir mit uns selbst in Balance und haben wir ein Empfinden für uns und den Körper, öffnet sich die Wahrnehmung für ein Gegenüber und den Raum wie von selbst. 

 

Wir betreten dann ein Feld in dem es spannend wird, weil sich zwei Menschen wirklich begegnen und etwas Gemeinsames verhandeln. 

„Es gehört zum Erforschen eines neuen Gebietes, dass man es liebt, bevor man weiß, wohin es führt.“

- Lilli Friedemann